Eine kleine Schule hilft sich selbst
Fundraising an der Von-Galen-Schule Brakel
Gute Arbeitsteilung
Unsere Schule, eine Förderschule im ländlichen Raum, verfügt selbst nur über geringe finanzielle Mittel. Sonderpädagogisches Equipment kann damit nur in geringem Umfang angeschafft werden. So kam es zu der Idee, eine eigene Gruppe zum Thema Fundraising zu gründen.
Die Arbeit unserer Projektgruppe steht im Zusammenhang mit einer anderen Gruppe, der Gruppe „Sport und Bewegung“. Mit dieser Gruppe hatten wir eine Arbeitsteilung vereinbart: Wir kümmerten uns um die Beschaffung von Geldmitteln, jene um die Umsetzung von Maßnahmen mit diesen Geldern.
Unser Ziel bestand also in erster Linie im Einwerben von Geldern. Dahinter standen jedoch übergeordnete pädagogische Ziele: Mit dem Geld sollten verschiedene Anschaffungen zur Förderung der psychomotorischen Entwicklung unserer Schüler getätigt werden. Ein weiteres Ziel war es, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben: Wir wollten unsere Schule und unsere Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Ferner wollten wir durch die Neuanschaffungen das Erscheinungsbild der Schule verbessern.
Freunde und regionale Unternehmen unterstützen
Wir wandten uns überwiegend an Freunde und Förderer der Schule sowie an private Investoren aus der heimischen Wirtschaft. Die Ansprache erfolgte oft mündlich über persönliche Kontakte, aber auch schriftlich. Wir konnten eine ganze Reihe von Sponsoren gewinnen, die uns mit kleinen wie auch größeren Geldbeträgen unterstützten. Von dem Geld wurden z.B. Kettcars und Fahrräder für die Verkehrserziehung angeschafft, Materialien für den Snoezelraum, diverse Materialien für Schwerstbehinderte und vieles mehr.
Persönlicher Kontakt als Win-Win Situation
Bei der Ansprache möglicher Sponsoren achteten wir auf folgende Punkte:
- Konkreter Verwendungszweck: Wir kündigten immer an, wofür das Geld genutzt werden sollte.
- Gezielte Ansprache: Wann immer möglich, versuchten wir eine inhaltliche Passung des Sponsors mit der Anschaffung, z.B. eine Malerfirma sponsert die Wandfarbe für eine neue Mauer.
- Zeitnahe Umsetzung/kleine Summen: Es wurde kein Geld für große Anschaffungen in ferner Zukunft angespart. Eher wurden mehrere kleine Beträge verschiedener Sponsoren zusammengelegt.
- Persönliche Kontakte: Diese waren enorm hilfreich. Gerade in einer ländlicheren Region kennen verschiedene Kollegen Personen aus Klein- und Kleinstunternehmen, die sie persönlich ansprechen konnten.
- Eigenleistung: Wann immer möglich, verwendeten wir das Geld nur für den Einkauf der Materialien. Zusammen mit Schülern erstellten wir den Rest in „Eigenleistung“ – so wurden die Schüler eingebunden und haben nun ein ganz anderes Verhältnis zum fertigen „Produkt“.
- Rückmeldung: War eine Anschaffung getätigt, luden wir den/die Sponsoren i.d.R. zu uns in die Schule ein. Wir führten die Sponsoren durch die Schule, bewirteten sie mit Kleinigkeiten (meist von unseren Schülern zubereitet) und zeigten die Neuanschaffung(en). Manchmal war bei diesen Gelegenheiten auch die Presse zugegen.
Resümee und Ausblick
Die Arbeit machte uns viel Freude und die Erfolge haben uns ermutigt, weiterzuarbeiten. Wir wollen uns künftig drei- bis viermal im Jahr treffen und in Abstimmung mit der Schulleitung weitere Ziele verfolgen.
Das Anwerben neuer Sponsoren wird grundsätzlich etwas schwieriger, da wir in der Region bereits sehr viele Firmen angesprochen haben. Wir müssen nun überlegen, ob wir unser „Einzugsgebiet“ erweitern oder ob wir die gleichen Sponsoren noch einmal ansprechen wollen. Erfreulich ist, dass einige Firmen ihre erneute Spendenbereitschaft ausgedrückt haben. Das zeigt uns, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren!
Projektgruppe "Fundraising" der VGS Brakel
