Eine Werkstatt, in der Arbeiten Erholung schafft
Gesundheitsprävention im Werkstattbereich an der Landrat Gruber Schule Dieburg
Fehlende Übersicht und Halleffekt sorgen für Stress bei der Arbeit
Unsere Schule ist das Schulzentrum in der Region Darmstadt-Dieburg. Für einige Ausbildungsbereiche an unserer Schule (Metallbereich, Holztechnik) haben wir einen großen Werkstattbereich. Die Arbeit unserer Projektgruppe begann, nachdem der Werkstattbereich neu gestaltet worden war. Wir waren zwar im Vorfeld bei der Raumplanung beteiligt worden, im Alltag zeigte sich jedoch, dass es noch an verschiedenen Stellen Verbesserungsbedarf gab, z.B. bestand ein starker Halleffekt. Auch die Verantwortlichkeiten waren nicht optimal für effiziente Arbeitsabläufe ausgerichtet. So verfügten z B. nur einzelne Kollegen über die Schlüssel zu einzelnen Fachräumen und zu den Schränken. Außerdem waren Materialien und Werkzeuge teilweise auf die verschiedenen Räume verteilt, so dass man manchmal länger suchen musste und häufig unterwegs war.
Unsere Hauptziele waren: Beseitigung des Halleffekts, eine transparente Regelung für den Zugang zu den verschiedenen Fachräumen, eine sinnvolle Verteilung der Werkzeuge auf die einzelnen Fachräume, Verbesserung der Ordnung und Sauberkeit. Letztlich ging es uns darum, unser eigenes Arbeitsumfeld für uns angenehmer zu gestalten und für die Schüler/innen guten Unterricht mit sinnvollen Abläufen bieten zu können.
Zentralisierte Ordnungen, Mind Maps und Fotos sorgen für Effizienz
Bezüglich des Halleffekts hatten wir das Glück, dass der Kreis zur gleichen Zeit Geld für die Schalldämmung von Klassenräumen bereitgestellt hatte (Anbringen von Dämmplatten). Mit diesen Geldern war dann auch die Durchführung von Schallschutzmaßnahmen im Werkstattbereich möglich.
Die übrigen Maßnahmen kosteten so gut wie kein Geld, da es um Veränderungen der Arbeitsorganisation ging. Kleine Beträge konnten aus dem Etat des Bereichs Werkstatt bezahlt werden.
In dem so genannten „Meisterbüro“ haben wir alle Schlüssel zentral in einem Schlüsselschrank zusammengezogen. Jeder Kollege hat nun einen Schlüssel für dieses Meisterbüro und kann sich selbst den jeweils benötigten Fachraumschlüssel aus dem Schrank nehmen. Die Schlüsselentnahme wird im Schrank mit einem Zettel vermerkt. So weiß jeder, wer gerade welchen Schlüssel hat.
Die Mind Map hängt weiterhin aus und wird kontinuierlich ergänzt, wenn neue Tätigkeiten oder Projekte in Angriffe genommen werden. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass erledigte Maßnahmen mit einem Haken auf der Mind Map dokumentiert sind.
Ferner haben wir den Inhalt von allen Schüler-Werkzeugschubladen fotografiert. Diese Fotos dienen als Vorlage für das Aufräumen bzw. Auffüllen der Schubladen.
Regelmäßige Treffen schaffen Verbindlichkeit
Unsere Gruppe traf sich all 4-6 Wochen für eine halbe Stunde zur so genannten „Putz-und Flick-Stunde“. Wir begannen mit der Planung indem wir eine Mind Map erstellten und für die einzelnen Fachräume die jeweiligen Tätigkeiten festlegten. Danach trugen sich die beteiligten Kollegen ein. Dies erzeugte eine Verbindlichkeit und Identifizierung mit dem jeweiligen Projekt.
Resümee und Ausblick
Wir sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. Neben konkreten arbeitssicherheitstechnischen Verbesserungen hat sich insbesondere die Kommunikation im Team verbessert. Alle Teammitglieder realisierten, dass es sich lohnt gemeinsame Projekte kollektiv und konsequent voranzutreiben. Die Kollegen berichten über mehr Arbeitsfreude durch klare Regelungen, Ordnung und Sauberkeit. Die Schüler können sich darauf verlassen, dass die Unterrichtszeit sinnvoll genutzt wird und das benötigte Material vorhanden ist.
Unsere Gruppe arbeitet weiter, denn es gibt immer Raum für weitere Verbesserungen.
Projektgruppe "Werkstattbereich" der LGS Dieburg
