Steuerkreis bilden
Zur Steuerung von Schulentwicklungsprozessen sollten Projektstrukturen eingerichtet werden. Diese Strukturen sollten auch nach Ende der externen Projektbegleitung weiter bestehen, um auch zukünftige Projektarbeit in der Schule erfolgreich zu gestalten. Es empfiehlt sich, zur Prozesskoordination einen Steuerkreis zu bilden. Schulintern ist der Steuerkreis für die Projektumsetzung verantwortlich, ist Schnittstelle zu Schulleitung und anderen Gremien der Schule, leitet Informationen weiter, erläutert die einzelnen Schritte im Projekt und führt diese durch. Auf Anregungen oder Kritik aus der Schulgemeinde kann der Steuerkreis eingehen und ggf. Korrekturen vornehmen. Ferner kümmert sich der Steuerkreis um den Kontakt zu weiteren externen Partnern.
Folgende Aspekte sind hier wichtig:
Verschiedene Personengruppen aus der Schule beteiligen: Schulleitung, Lehrer-, Schüler- und Elternschaft sowie weitere Personen, wie z.B. Schulsozialarbeiter sollten im Idealfall im Steuerkreis beteiligt sein, um in diesem zentralen Steuerungsgremium die Interessen möglichst aller schulischen Gruppen berücksichtigen zu können.
Kontinuierliche und verantwortungsvolle Mitarbeit gewährleisten: Ein Interesse am Thema Gesundheitsförderung und Schulentwicklung sollte vorausgesetzt werden, um eine möglichst langfristige Mitarbeit der Beteiligten im Steuerkreis zu gewährleisten. Eine hohe Fluktuation verzögert den Veränderungsprozess häufig.
Verantwortlichkeiten im Steuerkreis festlegen: Die Aufgaben des Steuerkreises sind vielfältig und stellen häufig neben der üblichen Unterrichtstätigkeit eine zusätzliche Arbeitsbelastung dar. Aufgaben sollten daher frühzeitig auf mehrere Schultern verteilt werden.
Entscheidungsbereiche abgrenzen: Für eine reibungslose Arbeit sollten klare Grenzen zwischen den Verantwortungsbereichen von Schulleitung, Steuerkreis und anderen schulischen Entwicklungsgruppen gezogen werden.
Vorgehen in der DAK-Initiative:
Die Steuerkreisarbeit stellt mit ihrer Aufgabenvielfalt eine besondere Herausforderung dar. Auf diese vielfältige Tätigkeit werden die Steuerkreismitglieder in einer zweitägigen Schulung vorbereitet. Hier bietet sich dem Steuerkreis die Möglichkeit, eine Projektvision zu entwickeln und übergeordnete Projektziele vor dem Start der Projektgruppenarbeit zu definieren.
In der Schulung geht es weiterhin um folgende Themen:
- Zusammenhänge von Gesundheit und Schulqualität
- Veränderungsbereitschaft fördern – mit Widerständen umgehen
- Förderung einer Feedback- und Würdigungskultur
- Informationsmanagement
Während des Projekts trifft sich der Steuerkreis regelmäßig, mindestens drei- bis viermal pro Jahr. Er ist im späteren Verlauf des Projekts vor allem Schnittstelle zu den Projektgruppen, koordiniert die Arbeit der einzelnen Gruppen und unterstützt diese bei der Maßnahmenumsetzung.
Die Sitzungen werden von einem Mitglied des Lüneburger Projektteams moderiert.
