Themen auswählen und Projektgruppen bilden
Ein Erfolgsfaktor für schulische Entwicklungsvorhaben ist die frühzeitige und umfassende Beteiligung möglichst vieler Mitglieder der Schulgemeinde. Dies gilt insbesondere für die Auswahl der Themen, an denen die Schule künftig arbeiten will. Mit der Beteiligung an der Themenauswahl wird das Projekt zum Projekt der Schule, in dem die Schulgemeinschaft bestimmt, welche Schwerpunkte gesetzt werden und was mit Priorität behandelt werden soll. Die Bearbeitung der Themen sollte in Arbeits- oder Projektgruppen stattfinden. Dadurch wird Eigeninitiative und Problemlösekompetenz der Schulen gefördert und die Identifikation mit der Schule gestärkt.
Folgende Aspekte sind hier wichtig:
Alle Schulmitglieder einbinden: Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern haben unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen an die Schule und schätzen die Stärken und Schwächen der Schule unterschiedlich ein. Um konsensfähige Themen für die Schulentwicklungsarbeit auszuwählen, sollten alle in den Auswahlprozess eingebunden werden. So wird gewährleistet, dass an einer guten gesunden Schule für alle gearbeitet wird.
Für Unterstützung der Projektgruppen sorgen: Die schulischen Projektgruppen haben den Auftrag, wichtige Themen zu bearbeiten. Sie haben damit eine herausfordernde Aufgabe übernommen. Es ist günstig, den Projektgruppen Unterstützung zur Seite zu stellen, zum Beispiel durch schulinterne Moderatoren, die die Arbeit der Projektgruppe strukturieren und begleiten. Außerdem sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die das Treffen und Arbeiten der Projektgruppen erleichtern.
Vorgehen in der DAK-Initiative:
Der Themenauswahl wird in der DAK-Initiative ein ganzer Tag gewidmet. Auf der Kick-Off Veranstaltung einigt sich die Schulgemeinschaft auf ihre wichtigsten Themen. Interessierte Schulmitglieder finden sich an diesem Tag zu Projektgruppen zusammen. Die Projektgruppen bekommen den Auftrag, an den für die Schule wichtigen Themen zu arbeiten.
Zur Auftaktveranstaltung versammeln sich das gesamte Kollegium, Schüler- sowie Elternvertreter und nicht-unterrichtende Personen zu einer Ganztagesveranstaltung. Zu Beginn der Veranstaltung werden zentrale Ergebnisse der Befragung sowie eine durch den Steuerkreis erstellte Liste möglicher Handlungsfelder präsentiert. Es besteht nun die Möglichkeit, weitere Themen zu benennen, die nicht aus den Befragungsergebnissen abgeleitet wurden, aber aus Sicht der Anwesenden wichtige Problembereiche darstellen. So werden die Befragungsergebnisse um die subjektiven Einschätzungen der Schulgemeinschaft ergänzt. Über einen demokratischen Abstimmungsprozess werden die Themen identifiziert, die den meisten Schulmitgliedern am wichtigsten sind.
Je nach Schulgröße wird anschließend eine Auswahl der Themen in der Vertiefungsphase diskutiert. Dieses Vorgehen bietet ausreichend Gelegenheit für alle Anwesenden, ihre Sichtweisen und ihr Problemverständnis einzubringen. Das Verfahren erlaubt, dass sich Lehrer, Schüler und Eltern auf einer ungewohnten Ebene begegnen, losgelöst von den Rollen, als Verantwortliche für das Geschehen an ihrer Schule.
Zum Abschluss des Tages werden zu den ausgewählten Themen Projektgruppen gebildet, die sich nun für die Weiterarbeit verantwortlich zeigen. Je nach Thema setzen sich die Projektgruppen ganz unterschiedlich zusammen.
