Wirksam intervenieren

Eine Fortbildung zum Umgang mit schwierigen Schülern an der Grundschule Halsbek (VGS Halsbek)

Herausforderungen im Schulalltag

Wie gehe ich mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern um? Welche Reaktionen sind angemessen? Solche und ähnliche Fragen stellten sich Lehrerinnen und Lehrer an unserer Schule zunehmend. Es war an der Zeit, etwas gegen die ständigen Unterrichtsstörungen zu unternehmen, die nicht nur die Lehrer belasteten, sondern auch die Schüler.
Vor diesem Hintergrund bildete sich unsere Projektgruppe. Sie setzte sich zum Ziel, konkrete Handlungsmuster zu entwickeln, die den Lehrkräften Sicherheit im Umgang mit Konflikten geben konnten.

Ein Maßnahmenkatalog schafft Übersicht, der „Pädagogische Konsens“ sorgt für Transparenz

Nach einigen Vorarbeiten entschieden wir uns für eine Fortbildung zu dem Thema. An der Fortbildung nahm fast das gesamte Kollegium teil. In der Fortbildung sammelten wir zunächst, was wir alles bereits tun im Umgang mit schwierigen Schülern, z. B. den Schüler in eine andere Klasse schicken, einen Kollegen zur Hilfe holen oder im schlimmsten Fall Abholung durch die Eltern und Suspendierung vom Unterricht. Diese Liste von Maßnahmen ergänzten wir dann um weitere Verhaltensweisen, bis wir einen Katalog von Handlungsmustern im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern hatten.
Uns war wichtig, unser Vorgehen für die Eltern transparent zu machen. Wir überarbeiteten daher bestehende pädagogische Konzepte und führten im „Pädagogischen Konsens“ detailliert auf, wie wir bei Konflikten mit verhaltensauffälligen Schülern umgehen und wann welche Maßnahmen ergriffen werden.

Punkte für erfolgreiche Handlungsmuster

Wichtige Handlungsmuster wurden auf Karten fixiert und im Lehrerzimmer ausgehängt, so dass sie jederzeit einsehbar waren. Die Lehrkräfte markierten auf den Karten, wie häufig sie ein Muster verwendet hatten, indem sie auf der jeweiligen Karte einen farbigen Punkt anbrachten. In Dienstbesprechungen wurde ein fester Tagesordnungspunkt eingerichtet, bei dem ein Erfahrungsaustausch rund um die Anwendung der Handlungsmaßnahmen stattfand.

Resümee und Ausblick

Ein halbes Jahr nach der Fortbildung ziehen wir eine positive Bilanz: Der Maßnahmenkatalog hat sich bewährt. Die Lehrkräfte fühlen sich sicherer im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und dadurch im Unterricht deutlich entlastet. Auf Unterrichtsstörungen reagieren sie viel entspannter als früher. Die Kärtchen hängen weiterhin im Lehrerzimmer aus, so dass im Laufe der Zeit ersichtlich wurde, welche Maßnahmen im Alltag die größte Resonanz fanden. Die Kärtchen werden hängen bleiben, jedoch wird inzwischen nicht mehr bepunktet. Im Kollegium findet nach wie vor ein reger Austausch zum Thema statt und bei Bedarf werden einzelne Fälle in den Dienstbesprechungen aufgegriffen.

Projektgruppe "Umgang mit schwierigen Schülern" GS Halsbek

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