Ziele formulieren und Maßnahmen umsetzen

Wer sich in einer Projektgruppe engagieren möchte, hat oft konkrete Ideen für mögliche Lösungen, die am besten sofort umgesetzt werden sollen. Die übereilte Lösungsfindung birgt allerdings die Gefahr, dass die geplante Maßnahme nicht die zu Grunde liegenden Probleme aufgreift. Daher ist es  wichtig, konkrete Ziele zu definieren und erst daraus Maßnahmen abzuleiten.

Folgende Aspekte sind hier wichtig:

Klare Problembeschreibung: Um eine zu schnelle und unspezifische Maßnahmenplanung zu verhindern, sollte zu Beginn der Arbeit eine ausführliche Problembeschreibung erfolgen („Woran erkennen wir, dass hier Veränderungsbedarf besteht?“) und daraus ableitend klare Ziele formuliert werden („Was wollen wir erreichen?“).
Prüfung der Ziele: Ziele sollten nach den SMART-Kriterien spezifisch, messbar, angemessen, realisierbar und terminiert sein.

Absprachen mit den Projektverantwortlichen: Erst, wenn sich die Projektgruppe über die Ziele geeinigt hat und diese mit dem Steuerkreis geprüft hat, kann die Planung eines Maßnahmenkatalogs beginnen.
Transparenz: Veränderungsmaßnahmen werden von Projektgruppen für die gesamte Schulgemeinschaft entwickelt. Regelmäßige Informationen über geplante Aktivitäten und die zeitliche Perspektive schaffen Transparenz und verhindern den Widerstand des Kollegiums gegenüber den Neuerungen.

Prozesskontrolle: Die Projektgruppen sollten regelmäßig prüfen, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind. Hier sind die Ziele, die einst formuliert wurden, maßgeblich: Wird noch am anvisierten Ziel gearbeitet? Wird mit den geplanten Maßnahmen das Ziel erreicht?

Probephasen einrichten: Die Etablierung von Neuerungen braucht Zeit und sollte schrittweise umgesetzt werden. Empfehlenswert sind dabei Testphasen, in denen beispielsweise der bewegte Unterricht nur in einer Klassenstufe erprobt wird. Erfahrungen können im Anschluss an die Testphase gesammelt, ausgewertet und das Konzept angepasst werden.

Vorgehen in der DAK-Initiative:

Zur Steigerung der Effizienz und Ergebnisorientierung der Projektgruppenarbeit wurden Moderatoren ausgebildet, die die Sitzungen zielgerichtet strukturieren, auf die Umsetzung von Beschlüssen achten und das Vorgehen koordinieren.
Die Moderatoren beginnen ihre Arbeit mit dieser Problembeschreibung und entwickeln mit der Gruppe die Ziele.
Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel für die Projektgruppen sind die Sitzungsprotokolle. Passend für die DAK-Initiative wurden Vorlagen entwickelt, die zum einen die Projektgruppensitzungen strukturieren und wichtige Arbeitsergebnisse dokumentieren. Zum anderen bieten die Protokolle dem Steuerkreis und der externen Begleitung die Möglichkeit, den Arbeitsprozess zu verfolgen und bei Bedarf Kontakt mit den Moderatoren aufzunehmen.